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Sieg in letzter Minute verschenkt

Segessenmann Michael 26.10.2015

Am vergangenen Sonntag stand für den EHC Uri das schwere Auswärtsspiel gegen den EHC Affoltern auf dem Programm. Da man dem Gegner seit Jahren immer wieder gegenüber stand, war Coach André Baumann die Spielweise der Affolterer bestens bekannt. Entsprechend stellte der die Mannschaft darauf ein und verlangte ein konzentriertes Positionsspiel.

Das erste Drittel begann gleich mit einer Druckperiode der Urner. Mit viel Laufarbeit wurde dem Gegner kein Raum geschenkt, was sich in diverse Puckeroberungen auszahlte. Man kam immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, ohne dabei jedoch erfolgreich zu sein. Der EHC Affoltern suchte immer wieder den langen Pass in die Spitze. Die Urner standen aber sehr gut und konnten die einzelnen Angriffe jeweils unterbinden. Und wenn dann doch mal ein Abschluss aufs Tor kam, war spätestens bei Torhüter Markus Arnold Endstation. So ging das erste Drittel trotzt Überlegenheit torlos zu ende.

Der Auftritt machte Mut und man wusste, dass man nun weiterhin geduldig weiterspielen muss, denn früher oder später muss der erste Treffer fallen. Und so machten die Urner dort weiter wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Jeder gab vollen Einsatz und dies zahlte sich in der 26. Spielminute endlich aus. Gerade als die Gäste eine Strafe schadlos überstanden, bot sich dem EHC Uri eine Konterchance an. Michael Segessenmann zog ab und Sergio Poletti konnte den folgenden Abpraller mühelos einschieben. Erfreulicherweise spielte man danach genau gleich weiter. Die aufsässige Spielweise behagte dem Gegner überhaupt nicht. Dies wurde in der 30. Spielminute gut ersichtlich. Michael Herger setzte mit einem überlegten Forechecking den Gegenspieler unter Druck und zwang diesen zu einem Fehler. Simon Heinzer liess sich nicht zweimal bitten und nutzte den Scheibenverlust eiskalt zum 2:0 aus. Danach konnte sich Affoltern vermehrt in der Urner Zone festsetzten und den einen oder anderen gefährlichen Abschluss abfeuern. Doch Markus Arnold hielt weiterhin dicht.

Mit einem beruhigenden Zweitore-Vorsprung konnte man also in den Schlussabschluss steigen. Die Affolterer verübten nun deutlich mehr Druck und kamen dabei in der 45. Spielminute gar zum Anschlusstreffer. Eine hektische Schlussphase soll uns nun bevor stehen. Glücklicherweise nahmen sich die Gäste durch zwei Strafen den Wind gleich selber aus den Segeln. Nachdem an diesem Abend das Powerplay der Urner zu wünschen liess, konnte man nun doch noch eine der genannten Strafe ausnutzen. 10 Minuten vor Spielende konnte nämlich Simon Tresch auf Zuspiel von Sergio Poletti und Andreas Aschwanden zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1 treffen. Doch Affoltern liess nicht locker und schnürte die Urner nun vermehrt in der eigenen Zone ein. Durch einen unnötigen Scheibenverlust in der defensiven Zone, konnte der Gegner 64 Sekunden vor Schluss auf 3:2 verkürzen. In der Folge nahmen die Gäste den Torhüter vom Feld und ersetzten ihn durch einen zusätzlichen Feldspieler. Dabei fand das Spielgeschehen praktisch ununterbrochen in der Urner Defensive statt. Bei einem Lattenknaller hatte man noch Glück, aber 24 Sekunden vor Schluss fiel dann der Ausgleich leider doch noch.

Die 5minütige Verlängerung brachte keinen Sieger hervor, so dass ein Penaltyschiessen entscheiden musste. Andreas Aschwanden brachte dabei den EHC Uri in Führung. Doch da anschliessend noch zwei Affolterer erfolgreich waren, während bei den Urnern die restlichen Schützen scheiterten, verlor man das Spiel doch noch.

Fazit: Unglückliche Niederlage nach einer über weite Strecken sehr reifen Partie. Man hatte das Spiel grösstenteils im Griff und hätte mit etwas mehr Abschlussglück höher führen können. Die unnötigen Fehler zum Schluss müssen zwingend abgestellt werden, denn gegen solche Gegner liegen diese nicht drin. Jetzt gilt es weiter hart zu trainieren, denn schon am Samstag steht das nächste schwere Auswärtsspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten ZSC Lions II an. Spielbeginn ist um 18:00 auf der offenen Eisbahn in Oerlikon.

 Tore: 26.22 Sergio Poletti (Michael Segessenmann) 1:0; 30.37 Simon Heinzer (Michael Herger) 2:0; 45.16 2:1; 51.55 Simon Tresch (Sergio Poletti, Andreas Aschwanden) 3:1; 58.56 3:2; 59.36 3:3.