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Lehrreiches Testspiel gegen den EHC Uni Bern

Segessenmann Michael 15.09.2015

Am vergangenen Sonntag, 13.09.2015 bestritt der EHC Uri bereits das erste Testspiel der Saison 2015/16. Nach nur einem Training und dem Hintergedanken, den einen oder anderen Neuling bereits ein erstes Mal auflaufen zu lassen, gab es diverse Änderungen in der Aufstellung. Dies im Gegensatz zur vergangen Saison betrachtet. Gegner bei diesem ersten Test war der EHC Uni Bern. Eine Mannschaft, welche letztes Jahr den Aufstieg in die 3.Liga geschafft hat und deren Ziel der Klassenerhalt ist.

Von erster Sekunde an war offensichtlich, dass diese Mannschaft schon deutlich weiter fortgeschritten ist in der Saisonvorbereitung als der EHC Uri. Mit schnellen Vorstössen kam eine Angriffswelle um die andere auf die Urner zugerollt. So dauerte es nur gerade gute zwei Minuten bis die Berner ein erstes Mal jubeln konnten. Lange dauerte es nicht, da stand es auch schon 2:0. Die Urner veruschten jedoch so gut wie möglich dagegenzuhalten und konnten kurz darauf verkürzen. Sergio Poletti konnte auf Zuspiel von Marco Zemp und Michael Segessenmann einnetzen. Dies schien den Gegner nicht gross zu irritieren. Nach gut 5 Spielminuten hiess es 1:3 aus Sicht der Urner. Doch es kam noch viel schlimmer. Tor um Tor reihten die Berner aneinander. Als die Pausensirene die Urner erlöste, stand es bereits 1:9.

Nun galt es kurz durchzuschnaufen und sich besser auf das Positionsspiel zu konzentrieren, denn spielerisch war den Bernern nichts entgegenzusetzten. Die Drittelspause wurde auch für einen Torhüterwechsel genützt. Markus Arnold, welcher des Öfteren im Stich gelassen wurde, überliess den Platz nun Roger Furger.

Das Mitteldrittel begann ähnlich wie das erste, jedoch boten die Urner nun einiges Mehr an Gegenwehr. Nichtsdestotrotzt waren die Berner weiterhin klar spielbestimmend und kamen in der 26. Spielminute zu einem Doppelschlag. In der Folge setzte sich der Schiedsrichter vermehrt in den Mittelpunkt und sprach nicht weniger als 6 Zweiminutenstrafen in Folge gegen den EHC Uri aus. Bestimmt wurde die eine oder andere Strafe korrekt ausgesprochen, jedoch war teilweise auch viel Fantasie dabei. Aus den genannten Überzahlsituationen resultierten zwei weitere Treffer für die Berner, so dass nach 40 Spielminuten ein 1:13 auf der Anzeigetafel stand.

Trotzt des klaren Resultates war eine deutliche Steigerung ersichtlich, zumindest was das Positionsspiel anbelangte. Für das letzte Drittel nahm man sich vor, dem Gegner nochmals weniger Platz zu gewähren und so den einen oder anderen Konter zu fahren.

Das letzte Drittel begann relativ ausgeglichen. Sowohl die Berner, wie auch die Urner kamen zu einigen Abschlussversuchen. Einer dieser Versuche konnte der Gegner zum 1:14 erfolgreich verwerten. Von nun an folgte wiederum eine fragwürdige Strafenserie, diesmal jedoch gegen den EHC Uni Bern. Das Powerplay der Urner war noch bei weitem nicht so flüssig wie letzte Saison, jedoch konnte in der 53. Spielminute doch noch mal gejubelt werden. Peter Meier verwertete einen Abpraller (Assist Simon Tresch) erfolgreich zur kleinen "Resultatkosmetik". Die Antwort der Berner folgte aber prompt. Nur gut eine Minute später stand nämlich das Schlussresultat von 2:15 fest. Es folgten noch zwei weitere Strafen gegen die Uni Bern, jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Fazit: Nachdem man im ersten Drittel komplett überfahren wurde, konnte man sich von Drittel zu Drittel steigern. Für die Debütanten war dieser Test sicherlich eine Lektion. Aber auch die gestandenen Spieler haben noch einiges zu tun. Wie bereits erwähnt, sind wir aber erst ganz am Anfang der Saison und es stehen noch 4 Wochen Training an bevor die Meisterschaft offiziell startet. Am kommenden Wochenende beispielsweise steht das Trainingsweekend in Weinfelden auf dem Porgramm. Dem Gegner aus Bern muss ein kompliment gemacht werden. Sie agierten über die gesamte Spielzeit äusserst fair und waren trotzt des hohen Spielstandes ein hilfreicher Gegner.

Blendet man das Resultat aus, kann man erfreut erkennen, dass einige neue Spieler nachkommen. Es bleibt zu hoffen, dass diese nun von Training zu Training das Positive mitnehmen und sich so weiterentwickeln werden.