> Zurück

Enttäuschender Auftritt im Spitzenspiel

Segessenmann Michael 15.12.2014

Am Sonntag, 14.12.2014 spielte der EHC Uri das Spitzenspiel auswärts gegen Thalwil. Das Hinspiel hatte man trotzt ansprechender Leistung mit 3:5 verloren. Diesmal wollte man Revanche nehmen und man nahm sich einiges vor um die Saison tabellenmässig so offen wie möglich zu halten. Mit einem Sieg der Thalwiler könnte man bereits eine Vorentscheidung um den Gruppensieg in Erwägung ziehen, da diese weiterhin ohne Verlustpunkte an der Tabellenspitze liegen.

Mit einer optimalen Einstellung und der Aufforderung dem Gegner keinen Raum zu gewähren, wollte man das Spiel unbedingt erfolgreich gestalten. Den Start ins Spiel schienen die Urner aber irgendwie dennoch komplett zu verschlafen. Denn bereits in der ersten Spielminute konnte der EHC Thalwil ein Missverständnis in der Urner Abwehr zur Führung ausnützen. Keine zwei Minuten später stand es bereits 0:2 aus Sicht des EHC Uri. Das Defensivverhalten wirkte zeitweise wirklich desaströs und die Thalwiler wussten dies erbarmungslos auszunutzen. Nach genau 4 Minuten stand es nämlich bereits 0:3. Es dauerte bis zur 8. Spielminute bis auch die Urner endlich ein Lebenszeichen von sich gaben. Michael Segessenmann entwischte den Gegenspielern und konnte alleine vor dem Thalwiler Schlussmann zum 1:3 verkürzen. Wer jetzt an ein Aufbäumen dachte, irrte sich gewaltig. Der kollektive Tiefschlaf fand auch danach seine Fortsetzung. Nach zwei weiteren Toren lag man nach 12 Minuten aussichtslos mit 1:5 in Rückstand. Danach schien man dann doch noch endlich im Spiel angekommen zu sein und konnte den Spielstand ohne weiteren Gegentreffer in die erste Pause nehmen.

Was in dieser Startphase los war kann sich wohl niemand erklären. Die Pause wurde hauptsächlich genützt damit jeder einzelne kurz in sich gehen konnte und sich selbst um die Fortsetzung des Spieles Gedanken machen konnte. Coach André Baumann änderte die Aufstellung insoweit, dass er von 3 auf 2 Linien umstellte.

Dies schien seine Wirkung nicht zu verfehlen. Im Mitteldrittel sah man sofort ein ganz anderes Auftreten. Man spielte entschlossen und gradliniger als noch im Startabschnitt. So konnte man einige gute Chancen herausspielen, jedoch blieb man im Abschluss noch zu harmlos. Kurz vor Spielhälfte fasste man allerdings eine Strafe. Diese erwies sich allerdings nicht als gravierend. Mit einem sehr aggressiven Forechecking setzte man die Thalwiler trotzt nummerischer Unterzahl unter Druck. Diese liessen sich prompt zu einem Fehler verleiten. Michael Segessenmann eroberte in der offensiven Zone die Scheibe und bediente den völlig freistehenden Sergio Poletti, welcher den Shorthander zum 2:5 markierte. Auch in der Folge hatte man mehr vom Spiel. Einzig im Abschluss war man zuwenig effizient. So ging man mit diesem Resultat in die zweite Drittelspause.

Im Mitteldrittel sah man einen ganz anderen EHC Uri am Werk. Hier zeigte man endlich was man sich eigentlich für dieses Spiel vorgenommen hatte.

Das Schlussdrittel begannen die Urner wiederum mit sehr viel Leidenschaft. Man konnte den einen oder anderen guten Abschluss verzeichnen, jedoch verteidigten die Thalwiler sehr geschickt und liessen so nur wenig hochkarätige Chancen zu. Die Zeit plätscherte nun dem Ende entgegen. Den Spielern des EHC Thalwil schienen langsam die Beine schwer zu werden, diese hatten nämlich bereits am Vortag ein Spiel bestritten. Allerdings war die Hypothek aus dem ersten Drittel zu gross um hier nochmals Spannung rein zu bringen. Am Schluss resultierte eine schmerzhafte 2:5 Niederlage.

Fazit: Wieder einmal wurde klar, dass es von jedem Spieler eine Top Leistung braucht um gegen die Spitzenteams bestehen zu können. Und dies über die ganzen 60 Spielminuten. Leider verschlief man den Start komplett und nahm sich so gleich zu Beginn jegliche Hoffnung auf einen Punktgewinn. Positiv kann jedoch die Reaktion gewertet werden. So spielte man die folgenden zwei Drittel mindestens auf Augenhöhe, wenn nicht sogar besser als der EHC Thalwil. Dies zeigt deutlich auf was eigentlich möglich wäre, wenn alle am selben Strick ziehen. Und genau dort gilt es nun den Hebel anzusetzen. Denn nach der Weihnachtspause geht es gleich mit der Direktbegegnung um den zweiten Tabellenplatz gegen Sursee weiter.

Tore: 00:56 0:1; 02:27 0:2; 04:00 0:3; 08:10 Michael Segessenmann 1:3; 10:07 1:4; 12:01 1:5; 30:06 Sergio Poletti (Michael Segessenmann) 2:5.

Schussverhältnis: 24:25