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Harter Fight gegen Seetal gewonnen

Segessenmann Michael 08.12.2014

Am vergangenen Samstag fand das Auswärtsspiel gegen den HC Seetal in Hochdorf statt. Bereits im Training sprach Coach André Baumann die Spielfeldverhältnisse an. In Hochdorf spielt man nämlich auf einen verkürzten Eisfeld. Dies bedeutet dass man eine recht kleine neutrale Zone vorfindet. Entsprechend forderte der Coach, dass man diese ungemein schnell überwinden soll um sich sofort in der offensiven Zone installieren zu können.

Das Spiel begann mit guten Chancen auf beiden Seiten. Man merkte von der ersten Sekunde an, dass es ein recht schnelles Spiel geben wird. Die Urner konnten zwar vermehrt in Scheibenbesitz sein und kreierten zahlreiche gute Abschlussmöglichkeiten, jedoch behielt der Seetaler Torhüter sein Team im Spiel. Aber auch das Heimteam kam immer wieder zu guten Möglichkeiten, welche aber ebenfalls vom Torhüter, in Person von Markus Arnold, zunichte gemacht wurden. Nach gut 10 Spielminuten konnte der EHC Uri ein erstes mal in Überzahl spielen. Dieses hatte in den vergangenen Spiele immer gut funktioniert. Und auch diesmal konnte man sich gut in der gegnerischen Zone aufstellen. Thomas Arnold konnte dann endlich den verdienten Führungstreffer erzielen. Kurze Zeit später musste erneut ein Seetaler auf der Strafbank Platz nehmen. Und auch diesmal lief die Scheibe gut. Simon Heinzer sah, dass seine Mitspieler dem gegnerischen Torhüter optimal die Sicht nahmen und hämmerte die Scheibe unhaltbar an ihm vorbei in die Maschen. Danach erhöhte Seetal den Druck vermehrt. Es schien, als hätten die Urner eben doch ein bisschen Anpassungsschwirigkeiten an das kleinere Eisfeld gehabt. Mit Glück und einigen guten Paraden von Markus Arnold konnte man den Zweitorevorsprung in die erste Pause retten.

Was sich anfangs Mitteldrittel abspielte konnte man fast nicht glauben. Kaum angespielt erzielte der HC Seetal den Anschlusstreffer. Gute zwei Minuten später konnte das Heimteam erneut jubeln. Dmait aber nicht genug. Wieder nur eine Minute später führte plötzlich Seetal mit 3 zu 2. Die Urner trauten ihren Augen nicht und wollten dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Waren die Tore mehrheitlich doch eher Geschenke als zwingend. Aber man tat sich weiterhin schwer. Kurz nach Spielhälfte erzielte Seetal gar noch das 4 zu 2. In der Moral arg gekränkt, versuchte der EHC Uri nun noch den Anschlusstreffer zu erzielen. Und dies gelang glücklicherweise dann auch. Mittels einer Passstafette von Sandro Arnold über Michael Segessenmann und Sergio Poletti gelang die Scheibe erneut zu Sandro Arnold, welcher knapp vor der zweiten Pause das 3:4 markierte.

Viel musste in der Pause nicht gesprochen werden. Jeder wusste was er zu tun hat und dass man das Spiel selber aus der Hand gegeben hatte. Entsprechend wurde von jedem einzelnen vollster Einsatz für die letzten 20 Spielminuten verlangt. Genau dies sah man dann auch tatsächlich auf dem Eisfeld. Das Tempo wurde sichtbar erhöht und man kam zu zahlreichen, teils hochkarätigen Torchancen. Leider liessen die Urner in dieser Phase aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen. So lief die Zeit unentbehrlich dem Ende entgegen. Durch einige Strafen nahmen sich die Urner aber immer wieder selber den Wind aus den Segeln. Einmal musste man gar eine doppelte Unterzahl überstehen. Aber selbst da hatte man die besseren Chancen als die Seetaler. Mit den allerletzten Kräften drückte man nun vehement auf den Ausgleich. Und dieser gelang Michael Segessenmann knappe zwei Minuten vor Schluss nachdem er von Sergio Poletti optimal im Slot bedient wurde. Der Jubel war riesig. Und er nahm auch kein Ende. Denn gut 40 Sekunden vor Spielende konnte Peter Meier nach einem gewonnenen Bully den gegnerischen Torhüter zwischen den Schonern zum 5 zu 4 bezwingen. Danach konnte man die letzten Sekunden mit Bravour über die Zeit retten.

Wow, was für eine dramatische Schlussphase. Mit enorm viel Einsatz und Kampf, konnte man das Spiel im letzten Drittel doch noch kehren. Über die gesamte Spielzeit sicherlich ein verdienter Erfolg, jedoch sollte man solche Leistungen wie im Mitteldrittel tunlichst vermeiden. Jedemal gehts dann nicht gut aus. Sicherlich ein Erfolg welcher der Moral gut tut und das Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben weiter stärkt. Das nächste Spiel findet am Sonntag, 14. Dezember auswärts gegen den Tabellenleader Thalwil an.

Tore: 12:04 Thomas Arnold (Simon Tresch) 1:0; 16:03 Simon Heinzer (Sergio Poletti) 2:0; 22:35 2:1, 24:52 2:2; 25:50 2:3; 31:32 2:4; 39:07 Sandro Arnold (Sergio Poletti) 3:4; 57:55 Michael Segessenmann (Sergio Poletti) 4:4; 59:17 Peter Meier (Heinzer Simon) 5:4

Schussverhältnis 46:26