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Starkes Mitteldrittel bringt den 3. Saisonsieg

Segessenmann Michael 19.11.2018

Für die 1. Mannschaft des EHC Uri stand am vergangenen Sonntag ein Heimspiel gegen den HC Luzern auf dem Programm. Trainer Simon Tresch forderte eine solide Leistung über 60 Spielminuten, um endlich den nächsten Schritt nach vorne zu machen.

Das Spiel begann dabei jedoch alles andere als wie geplant. Stets einen Schritt zu spät und gedanklich wohl noch nicht beim Wesentlichen, wurde man vom erstaunlich hohen Tempo der Luzerner überrascht. Nach gut 5 Spielminuten konnten die Gäste folge dessen wenig überraschend in Führung gehen. Als Weckruf konnte man diesen Treffer allerdings nicht werten, denn weiterhin entsprach das Spiel der Urner bei weitem nicht den Vorstellungen. Kurz vor der ersten Pause konnten die Gäste gar das 0:2 bejubeln. Man kann sagen, dass die anschliessende Pause gerade zum richtigen Zeitpunkt kam.

Ein paar Minuten durchatmen und sich auf das zweite Drittel konzentrieren lautete die Devise. Mit dem Wissen, dass alle noch mindestens eine Schippe draufpacken müssen, startete man in das zweite Drittel. Und siehe da, nicht mal eine Minute musste gespielt werden, ehe Thomas Arnold ein Zuspiel von Ivan Divkovic zum Anschlusstreffer verwerten konnte. Die Urner powerten nun unermüdlich weiter. 3 Minuten später bot sich eine Überzahlsituation um den Spielstand wieder auszugleichen. Dabei stand Michi Herger goldrichtig und konnte einen provozierten Abpraller erfolgreich im Tor versenken. Weitere 90 Sekunden später war es Marco Zemp, welcher auf Zuspiel von Yannick Ambauen gar die erstmalige Führung erzielen konnte. Glücklicherweise liessen die Urner diesmal nicht nach und setzten die Luzerner weiter mächtig unter Druck. Die Folge war ein zugesprochener Penalty, welcher Michi Herger zu seinem zweiten Tor des Abends eiskalt ausnützte. Kurz vor der zweiten Pause erzielte Nino Gisler mit einem herrlichen Slapshot gar noch das 5:2, wohlbemerkt in einer Unterzahlsituation.

Der letzte Abschnitt fiel dann leider eher wieder ins Muster des Anfangs zurück. Wohl zu sicher fühlend, schaltete man unverständlicherweise wieder einen Gang runter. Dass dies nicht drin liegt sah man postwendend. Der HC Luzern konnte auf 3:5 verkürzen und hatte nun wieder Blut geleckt. Glücklicherweise traf Nino Gisler kurz darauf mit einem satten Weitschuss erneut ins Schwarze und stellte so den alten Vorsprung wieder her. Doch Luzern gab sich noch nicht geschlagen und gab nun mächtig Gas. Mit zwei schnellen Toren zum 6:5 bot sich den Zuschauer noch eine spannende Schlussphase, welche die Urner mit Glück schadlos überstanden und so den dritten Saisonsieg einfahren konnten.

Man sah leider auch diesmal wieder beide Gesichter des EHC Uri. Diesmal ist man nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen, gegen den ZSC am kommenden Samstag wird dies jedoch kaum für Punkte reichen. Für eine deutliche Leistungssteigerung, vor allem im mentalen Bereich, wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt.