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Unnötige Niederlage gegen Seetal

Segessenmann Michael 05.02.2018

Dem EHC Uri bot sich am vergangenen Samstag die Chance, den Punktestand aufzubessern um in der Tabelle den Anschluss an die anderen Teams wiederherzustellen. Mit Seetal empfing man einen Gegner, den man bestens kennt. Beide Teams konnten in der laufenden Saison je eine Direktbegegnung für sich entscheiden.

Mit dem nötigen Wissen um die Spielweise der Seetaler wollten die Urner von Beginn weg Druck erzeugen und die gegnerischen Pässe in die Spitze resolut unterbinden. Das Vorgenommene konnte recht gut umgesetzt werden, jedoch stoppte man sich mit zwei kurz aufeinanderfolgende Strafen gleich selbst. Die Gäste liessen sich nicht zweimal bitten und nützten die doppelte Überzahl eiskalt aus. Die Urner liessen sich jedoch nicht beirren und spielten druckvoll weiter. Nino Gisler gelang in der 11. Spielminute der verdiente Ausgleich, nachdem er erfolgreich nachsetzen konnte. Kurze Zeit später erwischte Simon Heinzer den gegnerischen Torhüter mit einem Weitschuss zur erstmaligen Führung. So gingen die Spieler mit einem knappen 2:1 Vorsprung in die Kabine.

Das zweite Drittel begann recht ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste davon vergab Michael Segessenmann, als er einen Penalty nicht verwerten konnte. Das Spiel glich weitestgehend einem offenen Schlagabtausch. Beide Teams spielten offensiv, so dass sich immer wieder Torchancen ergaben. Eine davon nutzten die Seetaler kurz vor der zweiten Pause zum Ausgleichstreffer aus.

Fürs letzte Drittel nahm man sich nochmals vieles vor. Man merkte, dass hier ein Sieg durchaus machbar wäre. So dauerte es nur gut zwei Minuten, bis Thomas Arnold den erneuten Führungstreffer erzielen konnte. Doch die Freude währte nicht lange. Praktisch im Gegenstoss konnten die Gäste bereits wieder ausgleichen. So blieb die Partie bis zum Schluss spannend, ohne dass dabei jedoch noch weitere Treffer fielen. Die Verlängerung musste also die Entscheidung herbeiführen. Und dort gelang leider den Gästen aus dem Seetal der Siegestreffer nach gut eineinhalb Minuten.

Fazit: Mit ein bisschen mehr Cleverness im Abschluss hätte man die Partie sicherlich frühzeitig in die richtigen Bahnen lenken können. Doch mit zunehmender Spieldauer liess die Konzentration vermehrt nach und die Gäste konnten ihrerseits gute Abschlussmöglichkeiten erspielen. Die Punkteteilung nach 60 Minuten war somit gerechtfertigt. Für die verbleibenden zwei Saisonspiele müssen die Urner zwingend dafür sorgen, dass die individuellen Fehler minimiert werden. So werden dem Gegner nämlich die Tore oftmals zu einfach zugestanden.