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Dem Favoriten ins offene Messer gelaufen

Segessenmann Michael 18.01.2018

Dem EHC Uri stand am vergangenen Mittwochabend ein schwieriges Spiel auf dem Programm. Mit dem EHC Sursee stand nämlich einer der Meisterschaftsfavoriten gegenüber, welcher sich mitten im Kampf um die Tabellenspitze befindet.

Das Spiel begann für die Urner denkbar ungünstig. Bereits mit dem ersten Torschuss konnte der Gastgeber aus Sursee in Führung gehen. Dir Urner schienen sich dadurch komplett zu verunsichern und gewährten dem Gegner viel zu viel Platz. Sursee nutzte dies resolut aus und schoss praktisch Tor um Tor. Nach 10 Spielminuten stand es bereits 0:5… Wer nun dachte, dass der EHC Uri endlich im Spiel angekommen sei, sah sich leider getäuscht. Das Spiel nahm weiter seinen Lauf und bis kurz vor der ersten Pause zogen die Surseer bedinungslos auf sage und schreibe 0:9 davon! Ein kleines Lebenszeichen zeigte sich dann, als Yannick Del Curto doch noch den ersten Urner Treffer erzielen konnte. Dann wurden die bemitleidenswerten Urner durch den ersten Pausenton erlöst.

Es war allen klar, dass man mit so einer blamablen Leistung nicht weitermachen konnte. Es musste nun endlich ein Ruck durch die Mannschaft gehen, ansonsten würde man mit einer ganz üblen Packung nach Hause fahren.

Das zweite Drittel begann dann erstaunlicherweise recht ausgeglichen. Durch ein merkbar besseres Stellungsspiel wurden dem EHC Sursee die Angriffsauslösungen um einiges komplizierter gestaltet. Dennoch konnte der Gastgeber in der 25. Spielminute den 10. Treffer bejubeln. Kurz darauf gelang Thomas Arnold ein weiterer Treffer für den EHC Uri zum 2:10. In der Folge gestaltete sich das Spiel abwechslungsreich mit Chancen auf beiden Seiten. Doch es fielen keine weiteren Treffer mehr im Mittelabschnitt.

Die Geschichte des letzten Drittels ist schnell erzählt. Beide Mannschaften erspielten sich weiterhin Chancen, doch die beiden Torhüter waren stets auf der Höhe und liessen keine weiteren Treffer mehr zu. So endete das Spiel schlussendlich doch noch mit einem einigermassen anständigen Resultat, was während dem ersten Drittel wohl kaum noch einer geglaubt hätte.

Fazit: Mit so einer Einstellung in ein Spiel zu steigen grenzt, man kann es nicht anders sagen, an einer elenden Sauerei. Man kann nur hoffen, dass dies eine Ausnahme war und alle Spieler, und zwar wirklich ALLE! begreifen, dass dies nicht unser Weg ist, den wir gehen wollen. Während zwei Dritteln hat man nämlich gesehen, dass man mit Einsatzwille und der richtigen Einstellung auch mit Sursee mehr oder weniger mithalten könnte. Beim Heimspiel vom kommenden Samstag gegen Limmattal wird von allen Beteiligten eine deutliche Leistungssteigerung erwartet, dann liegt durchaus ein Sieg drin.