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Dem Leader alles abverlangt

Segessenmann Michael 06.02.2017

Für den EHC Uri stand am vergangenen Samstag das schwere Auswärtsspiel gegen den souveränen Leader ZSC Lions II auf dem Programm. Das Hinspiel hatte man deutlich verloren, so wollte man diesmal unbedingt eine bessere Leistung.

Das Spiel begann jedoch äusserst unglücklich. Bereits nach wenigen Sekunden musste man in Unterzahl agieren. Das Urner Boxplay funktionierte jedoch gut und so verstrich die erste Strafe ohne nennenswerte Aktionen. Die Zürcher schlugen allerdings ein sehr hohes Tempo an, an welchem die Urner so ihre liebe Mühe hatten. So kam es wie es kommen musste: In der 9. Spielminute gelang dem Gastgeber der verdiente Führungstreffer. Nur gerade eine halbe Minute später doppelten die Zürcher gar zum 0:2 nach. Nun war Gegenwehr gefragt. Und dies klappte im Grossen und Ganzen recht gut. Kurz vor der ersten Pause gelang dem ZSC jedoch der dritte Treffer. So ging man mit einem relativ deutlichen Rückstand in die Kabine.

Der Spielstand entsprach mehr oder weniger dem Gezeigten und jeder wusste, dass man deutlich näher zum Gegner stehen muss um hier eine Chance zu haben.

Dies schienen die Urner im zweiten Drittel recht gut umzusetzen. Mit viel mehr Biss und Laufbereitschaft kam man aus der Kabine und so kam man sogleich zu einer ersten guten Chance. Das Engagement zahlte sich nur wenig später gar zum Anschlusstreffer aus. Marco Zemp konnte auf Vorarbeit von Michael Segessenmann zum 1:3 verkürzen. Die Zürcher liessen sich jedoch (noch) nicht aus der Ruhe bringen und konnten kurz darauf auf 1:4 erhöhen. Doch die Urner spielten nun deutlich aggressiver und spielten endlich auf dem gewünschten Niveau. Kurz vor Spielhälfte gelang Nino Gisler praktisch mit einem "Bullygoal" der erneute Anschlusstreffer. In der Folge waren die Urner zeitweise gar spielbestimmend. Doch die Torhüter beider Mannschaften konnten sich vermehrt auszeichnen und es dauerte bis kurz vor die zweite Pause ehe Michael Segessenmann einen Steilpass von Sergio Poletti erlief und dabei den Torhüter zum 3:4 bezwingen konnte.

Zuversichtlich ging man in die Drittelspause und man nahm sich vor, genau gleich weiterzumachen. Jeder merkte, dass die Zürcher an diesem Abend verwundbar wären.

Das Schlussdrittel begann ausgeglichen. Torhüter Markus Arnold konnte sich immer wieder gut in Szene setzen und parierte die Angriffsversuche des ZSC mit Bravour. Marco Zemp gelang in der 45. Spielminute dann gar noch der Ausgleichstreffer. Im Stolz getroffen versuchten die Zürcher nun mit allen Mitteln das Spiel wieder an sich zu reissen. Da kam Ihnen eine Powerplaysituation gerade recht. Mit einem Hammer von der blauen Linie konnten die Gastgeber wieder in Führung gehen. In der Folge waren es mehrheitlich die Urner, welche zu gefährlichen Torchancen kamen. Jedoch konnte sich der Zürcher Schlussmann immer wieder auszeichnen und hielt seinem Team so die Führung bis zum Ende fest.

Es war auf der einen Seite wohl das beste Spiel der Urner während der ganzen Saison. Auf der anderen Seite war es sicherlich nicht der allerbeste Abend des Leaders. Dies hat allerdings auch mit der Spielweise des EHC Uri zu tun, welcher nach einem eher schwachen Start gut ins Spiel fand und den Gegner mit gutem Positionsspiel in arge Schwierigkeiten brachte. Nun gilt es genau diese Erfahrungen mit ins letzte Saisonspiel vom kommenden Samstag mitzunehmen. Um 21:00 Uhr geht es dabei gegen Affoltern um die letzten Punkte der Saison.