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Hart erkämpfter Sieg gegen die Limmattal Wings

Segessenmann Michael 16.01.2017

Für den EHC Uri stand gute 24 Stunden nach dem Cupspiel in Faido gegen den HC Nivo bereits das nächste schwere Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Am Sonntagabend war man auf der offenen Eisbahn in Wettingen gegen die Limmattal Wings zu Gast. Dem Gegner konnte man in Vergangenheit immer mal wieder ein Bein gestellt werden. So konnte beispielsweise das Hinspiel siegreich gestaltet werden.

Trotz der Strapazen vom Vorabend verlangte Trainer Martin Gisler von seinen Jungs mit viel Leidenschaft ins Spiel zu gehen. Der starke Schneefall solle niemanden irritiere, da die schweren Verhältnisse für alle gleich seien.

Die Urner begannen das Spiel äusserst druckvoll und kreierten gleich zu Beginn einige gute Torchancen. Leider scheiterte man dabei jeweils am gut regierenden Torhüter der Limmattal Wings aber auch am eigenen Unvermögen. Der starke Schneefall trug ebenfalls nicht zu einem qualitativ hochstehenden Spiel bei. So konnte man zeitweise kaum mehr die Linien auf dem Eisfeld erkennen. Die Urner nahmen es mehrheitlich mit Humor und bezifferten das Spiel als eigenes "Winter Classic Game". Da auch die Gastgeber keine Treffer zustande brachten, endete das erste Drittel torlos.

Coach Gisler konnte mit dem über weite Strecken gezeigten durchaus zufrieden sein. Es war allen schon früh klar, dass dieses Spiel zur Geduldsprobe würde und früher oder später ein Treffer fallen müsse.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Urner mehrheitlich das aktivere Team. Bei einem Pfostenschuss von Michael Segessenmann war man dem Führungstreffer schon mal sehr nahegekommen. Allerdings beanspruchte man auch das Glück des Tüchtigen, als die Limmattaler ihrerseits plötzlich über ihren vermeintlichen Führungstreffer jubelten. Doch der Schiri gab den Treffer zu recht nicht, da das Tor schon früher aus den Verankerungen gehoben und verschoben war. So endete auch das zweite Drittel torlos.

Im letzten Drittel liess der Schneefall allmählich nach und das Spiel wurde zusehends schneller. Zumindest auf Seiten der Limmattal Wings... Die Urner hingegen schienen den Cupmatch vom Vorabend langsam in den Beinen zu spüren. Torhüter Markus Arnold wurde nun vermehrt geprüft, ohne sich dabei erwischen zu lassen. Bei einem Powerplay für die Urner bot sich doch noch die Chance auf den späten Führungstreffer. Ein Geschoss von Marco Zemp klatschte jedoch nur an die Latte und fand den Weg ins Tor auch nicht. Auf der Gegenseite haderten die Gastgeber erneut mit dem Schiedsrichter, als ihnen erneut ein Tor nicht gewertet wurde. Diesmal wurde ein hoher Stock als Grund genannt. Auch dieser Entschied kann man als korrekt bewerten. Knappe 5 Minuten vor Spielschluss setzte Marco Zemp zum Angriff an, scheitere in einem ersten Versuch noch am Torhüter, überlistete ihn dann jedoch indem er ihn von hinter der Grundlinie anschoss. Ein vielumjubelter Treffer, bei dem die Art und Weise allen völlig egal war. Nun galt es den Vorsprung geschickt zu verwalten, ohne dabei jedoch zu passiv zu werden. Doch wie so oft schafften es die Urner wiederum nicht, hinten dicht zu halten. Eine gute Minute vor Schluss gelang den Limmattalern tatsächlich noch der Ausgleich. So musste die Verlängerung, resp. das Penaltyschiessen über den Sieger entschieden.

Doch soweit liessen es die Urner, vor allem in Person von Marco Zemp, nicht mehr kommen. Nach nur gut einer Minute der Verlängerung bezwang er den gegnerischen Torhüter mit seinem zweiten persönlichen Treffer und bescherte dem EHC Uri den ersten Sieg im 2017. Mit diesem Sieg ist man dem heutigen Gegner bis auf einen Punkt aufgerückt.

Das Spiel kann wohl als eines der besten der Saison gewertet werden. Jeder kämpfte und zeigte 60 Minuten lang vollen Einsatz. Die erschwerten Verhältnisse liessen niemanden aus dem Konzept bringen und auch der lange Zeit torlose Spielstand verleitete nicht zu Hektik. Allen in allem sicherlich eine tolle Reaktion auf den verlorenen Cupmatch vom Vorabend. Nun gilt es zwei Wochen intensiv zu trainieren um die letzten beiden Meisterschaftsspiele ebenfalls so positiv wie möglich zu gestalten. Weiter geht es für den EHC Uri nämlich am 04. Februar mit dem schweren Auswärtsspiel gegen den Leader ZSC Lions II.