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Mit tollem Kampfgeist zum zweiten Saisonsieg

Segessenmann Michael 28.11.2016

Nachdem der EHC Uri ein spielfreies Wochenende genossen hat, stand am vergangenen Sonntag das Auswärtsspiel gegen den EHC Affoltern auf dem Programm. Der Gegner ist kein Unbekannter, so lieferten sich die beiden Teams in der Vergangenheit immer wieder spannende und harte Duelle.

Das Coaching-Duo Gisler-Arnold verlangte von ihrer Mannschaft eine konzentrierte Leistung mit viel Laufbereitschaft und Disziplin. Doch die Anweisungen schienen in der Anfangsphase noch nicht bei den Spielern angekommen zu sein. Zögerlich und viel zu passiv startet man in die Partie. So erstaunte es nicht, dass man nach nur gerade knapp 3 Minuten den ersten Treffer hinnehmen musste. Zwar kam man immer wieder zu guten Abschlussversuchen, doch liess man den Gegner zu oft gewähren, so dass bereits in der 5. Spielminute ein Zweitore-Rückstand auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Zum Glück konnte man den Spielstand kurz darauf wieder etwas besser gestalten, als Max Belevics auf Zuspiel von Marco Zemp zum 1:2 verkürzen konnte. Mit diesem Spielstand ging man auch in die erste Pause.

Die Ansprache von den Coaches war deutlich. Die ersten 20 Spielminuten entsprachen definitiv nicht dem verlangten.

Das Mitteldrittel begann dann jedoch erneut äusserst schlecht. Nach nur gerade 16 Sekunden jubelten die Affolterer bereits über das 1:3. Die Urner fanden anschliessend zwar besser ins Spiel, jedoch fehlte zu dem Zeitpunkt noch das nötige Abschlussglück. So waren es erneut die Affolterer, welche nach 28 Spielminuten sogar zum 1:4 einschiessen konnten. Dieser Treffer schien nun die Urner definitiv im Stolz getroffen zu haben. Mit mehr Entschlossenheit konnte man dem Gegner immer wieder die Scheibe abluchsen. Kurz nach Spielhälfte setzte Marco Zemp zu einem unwiderstehlichen Solo an, welches er erfolgreich zum 2:4 abschloss. In der Folge boten sich der Urner erneut Chancen zu weitere Toren, doch wieder waren es die Affolterer, welche über das 2:5 jubeln konnten. Der EHC Uri liess sich jedoch nicht mehr beirren und spielte weiter nach vorne. Dieser Einsatz wurde vor der Pause noch mit einem Doppelschlag belohnt. Zuerst verkürzte Michael Segessenmann zum 3:5, danach noch Nino Gisler zum 4:5.

Mit völlig offener Ausgangslage ging man also in die zweite Pause. Das Momentum schien nun definitiv auf Urner Seite zu liegen. Und dies widerspiegelte sich auch in den Urner Gesichtern. Mit dem Vorsatz, nochmals einen Gang höher zu schalten, wollte man das Schlussdrittel beginnen.

Und siehe da, diesmal waren es die Urner, welche über ein frühes Tor jubeln konnten. Nino Gisler gelang mit seinem zweiten Treffer der verdiente Ausgleich. Aber es kam noch besser, denn nur eine gute Minute später konnte Thomas Arnold gar zur erstmaligen Führung einschiessen. Doch leider hielt auch diese nicht allzu lange bestand. Affoltern meldete sich nochmals zurück und konnte zum 6:6 ausgleichen. Doch die Urner spielten nun definitiv auf dem höchsten Level des gesamten Spiels und schienen dem Sieg näher zu sein. Ein Effort von Thomas Arnold, welcher den gegnerischen Torhüter mit einem klassischen "Buebetrickli" erwischte, brachte den EHC Uri zurück auf die Siegerstrasse. Trotzt einer Strafe kurz vor Schluss konnte man den Vorsprung geschickt verwalten und Michael Segessenmann traf in den Schlusssekunden noch ins leere Tor zum 8:6 Endstand.

Fazit: Gerade noch zum richtigen Zeitpunkt gelang den Urnern die notwendige Leistungssteigerung. Man hat ein weiteres Mal gesehen, dass man nur bestehen kann, wenn man wirklich als Team auftritt und dies während 60 Spielminuten. Sobald jeder sein Potential abruft, kann man jeden Gegner vor Probleme stellen. Diese Erfahrung gilt es mitzunehmen und am kommenden Wochenende gegen den HC Seetal während des gesamten Spiels umzusetzen.