> Zurück

Kanterniederlage gegen Sursee

Arnold Thomas 02.11.2016

Am Samstag 29.10.2016 bestritt der EHC Uri sein Auswärtsspiel gegen den EHC Sursee. Dass man den Start wie in anderen Spielen verschlafen würde, konnte der Mannschaft diesmal nicht vorgeworfen werden. Bereits 16 Sekunden nach Spielbeginn war es Max Belevics welcher auf Zuspiel von Michael Indergand zur 0:1 Führung traf. Nach einigen Minuten erhielten die Gastgeber eine 2-Minutenstrafe. Leider konnte man diese nicht in Zählbares ummünzen. Im Gegenteil. Dem EHC Sursee gelang sogar ein Tor in Unterzahl. Kurz darauf handelte sich der EHC Uri eine 2-Minuten Strafe ein, welche zur 2:1 Führung für Sursee führte. Als man wieder zu 5 agieren konnte, fasste sich Simon Tresch ein Herz, stürmte über das ganze Eisfeld und verwertete zum 2:2 welches gleichzeitig auch das Pausenresultat war.

Das zweite Drittel gestaltete sich ähnlich wie das erste. Der einzige Unterschied war, dass die Schiedsrichter nun weniger tolerierten und vermehrt Strafen aussprachen. Etwa in der Hälfte des Mitteldrittels konnte der EHC Sursee auf 3:2 erhöhen. Wie schon erwähnt, hagelte es nun Strafen. So kam es, dass innert 4 Minuten 3 Strafen zu Lasten des EHC Uri ausgesprochen wurden. Eine davon wurde von Sursee genutzt um das Score zum 4:2 zu erhöhen. Kurz darauf, immernoch in Unterzahl, konnte Sergio Poletti auf Pass von Michael Segessenmann zum 4:3 verkürzen. Leider gelang es den Urnern nicht, dieses Resultat in die Drittelspause zu retten und kassierte das 5:3.

Die Forderungen der Coaches Gisler / Arnold waren nun klar. Die Anzahl der Strafen musste deutlich reduziert werden. Kurz nach Wiederanpfiff gelang es den Gastgebern den Punktestand auf 6:3 zu erhöhen. Der Vorsatz keine Strafen zu holen, fand nun ein abruptes Ende. Torhüter Furger Roger, welcher eine solide Leistung zeigte, blockierte die Scheibe. Auf Pfiff der Schiedsrichter reagierten nur die Urner wobei der EHC Sursee die Scheibe noch ins Tor stocherten. Kurioserweise wurde trotz des vorhergehenden Pfiffes das Tor gutgeschrieben. Dies führte natürlich zu einigen Diskussionen, welches seitens Schiedsrichter mit Strafen geahndet wurde. Nun durfte sich der EHC Uri überhaupt nichts mehr erlauben. Innert kürzester Zeit erhielt man so viele Strafen wie in einem ganzen Match nicht. Sursee wusste dies auszunützen und erhöhte zweimal in doppelter Überzahl auf 8:3. Eine Reaktion darauf blieb leider aus. Nun stimmte überhaupt nichts mehr. Der EHC Sursee kam vermehrt ungehinderten zu Abschlüssen und erhöhte schlussendlich zum 11:3 Endresultat.

Fazit: Über weite Teile des Spiels konnte man mit dem Gegner mithalten. Leider konzentrierte man sich zu fest auf die Leistung der beiden Schiedsrichter als selbst das Spiel zu gestaltet. Infolge der grossen Diskussionsbereitschaft der Urner wurde die Hemmschwelle der Unparteiischen arg strapaziert. Trotz fragwürdigen Entscheidungen muss man sich jedoch in Zukunft auf das eigene Spiel konzentrieren um solche Gegner bezwingen zu können.