> Zurück

Niederlage zum Abschluss

Segessenmann Michael 01.02.2016

Der Eishockeyclub Uri bestritt am vergangenen Samstag sein letztes Saisonspiel gegen den HC Seetal. Da man das Hinspiel deutlich mit 1:9 verloren hatte, wollte man das Resultat diesmal positiv gestalten.

Die Urner begannen das Spiel dann auch äusserst druckvoll und konnten sogleich gute Chancen verzeichnen. Mit ein bisschen mehr Abschlussglück hätte man in den ersten Minuten früh in Führung gehen können. Die Seetaler taten sich zunächst schwer und kamen noch nicht richtig ins Spiel. Nach knapp 10 Spielminuten bot sich den Urnern ein erstes Überzahlspiel an. Doch es waren die Gäste, welche einen gefährlichen Entlastungsangriff erfolgreich zum eher schmeichelhaften 0:1 verwerten konnten. Die Urner schienen nun wie geschockt. Es passte nicht mehr viel zusammen und man konnte sich bei Torhüter Roger Furger bedanken, dass das Spiel noch bei diesem Spielstand blieb. Kurz vor der ersten Pause musste dann auch ein Urner zum ersten Mal auf die Strafbank. Die Seetaler machten es dabei einiges besser und konnten diese Situation zum 0:2 ausnützen.

Enttäuscht ging man mit einem Zweitore-Rückstand in die erste Pause. Es war nicht so, dass man dem Gegner total unterlegen war, jedoch verpasste man die frühe Führung mehrmals, was schlussendlich gnadenlos bestraft wurde.

Das Mitteldrittel verlief recht ausgeglichen. Beide Mannschaften konnten dich einige Chancen erarbeiten, jedoch blieben die Torhüter in dieser Zeit immer Sieger. Als die Seetaler innerhalb kürzester Zeit zwei Strafen einhandelten, bot sich den Urnern eine doppelte Überzahl an um den Anschluss wieder zu schaffen. Leider wollte auch dies nicht klappen und die Strafen konnten nicht ausgenützt werden. Die Gäste aus dem Seetal waren diesbezüglich einiges Effektiver. Denn zur Spielmitte stellten sie mit einem Doppelschlag die Weichen klar auf Sieg. Mit einem ernüchternden 0:4 verschwand man in der Kabine. Erinnerungen an das Debakel beim Hinspiel wurden wach.

Für den Schlussabschnitt nahm man sich vor, die letzten 20 Minuten der Saison nochmals alles aus sich herauszuholen und den Gegner nochmals ins Schwitzen zu bringen. Doch auch dies wollte an jenem Abend nicht gelingen. Das Vorhaben wurde bereits nach einigen Sekunden abrupt gestoppt, als die Seetaler gar das 0:5 erzielten. Ein weiterer Stich, welcher nicht spurlos vorbei ging. Die Gäste spielten clever und hielten den Puck vom eigenen Tor fern. Nicht nur das, sie konnten auch noch das 0:6 erzielen. Spätestens nun war allen klar, dass es hier nichts zu holen gibt. Dass die Urner aber weiterhin den Anschlusstreffer suchten muss man ihnen hoch anrechnen. Denn vieles ging schief und immer wieder konnten die Seetaler zum denkbar dümmsten Moment ein Tor erzielen. Drei Minuten vor Schluss gelang dann Peter Meier auf Zuspiel von Michi Herger tatsächlich noch der Ehrentreffer. In der allerletzten Spielminute konnte sogar noch ein zweites Mal gejubelt werden, als Marco Zemp einen Pass von André Arnold zum Schlussstand von 2:6 einschiessen konnte.

Leider ging die Saison mit einer Enttäuschung zu Ende. Aber man muss auch mal Anerkennen, dass es Abende gibt an denen nichts zusammenpasst. Die gesamte Saison wurde von vielen Hochs und Tiefs begleitet. Mal spielte man grundsolide, mal eben wieder unkonzentriert. Dies gehört zum Sport und muss akzeptiert werden. Wichtig ist, dass man daraus lernt und den nächsten Schritt nach vorne macht. Herauszuheben gilt, dass gleich mehrere junge Spieler in die Mannschaft integriert werden konnten. So kamen mit Joel Epp, Michi Herger, Andreas Bissig und André Arnold gleich mehrere Spieler in ihrer ersten Saison regelmässig zum Einsatz.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, welche uns die ganze Saison immer wieder unterstützt haben. Seien es die Fans, Sponsoren, Gönner oder aber auch die Spieler selbst. Alle zusammen machen es möglich, dass wir auch die kommende Saison wieder voller Elan in Angriff nehmen werden.

Ein Hinweis zu anstehenden Terminen: Am Schmudo und am Güdelmontag werden wir einen Barwagen auf dem Rathausplatz betrieben. Wer also gern auf ein Bier, Kaffee Schnaps oder sonst was vorbeikommen möchte ist herzlich willkommen.