> Zurück

Die Limmattal Wings in die Knie gezwungen

Segessenmann Michael 25.11.2019

Für den EHC Uri stand am vergangenen Sonntag ein Heimspiel gegen die Limmattal Wings auf dem Programm. Mit demselben Gegner duellierte man sich bereits vor zwei Wochen und hatte dabei das Nachsehen. Begleitet wurde das Spiel vom alljährlichen Sponsoren- und Gönnerapéro, an welchem der Eishockeyclub seinen Supportern Danke sagen möchte.

Coach André Gnos trommelte seine Leute vor dem Spiel zusammen und wies darauf hin, dass man unbedingt gut in's Spiel finden müsse. Die Spielweise vom Gegner sei bestens bekannt und man solle die Lehren aus der letzten Niederlage ziehen. Entsprechend ausgeglichen gestaltete sich die Anfangsphase, doch die Schiedsrichter setzten sogleich ein Zeichen und schickten einen Urner bereits beim ersten kleinen Vergehen auf die Strafbank. Diese Chance liessen sich die Gäste nicht nehmen und konnten im Nachsetzen den frühen Führungstreffer erzielen. Die Urner versuchten umgehend zu reagieren und konnten ihrerseits gute Abschlussmöglichkeiten verzeichnen. Nach 12 Spielminuten war es Sergio Poletti, welcher bei einer unübersichtlichen Situation am schnellsten reagierte und zum Ausgleich einschoss. So ging es trotz weiterer Möglichkeiten mit ausgeglichenen Spielstand in die erste Pause.

Den Fehlstart konnte man korrigieren, doch galt es für das zweite Drittel zwingend die Scheibenverluste in der eigenen Zone zu vermeiden um dem Gegner möglichst wenig zustehen zu müssen.

Der Mittelabschnitt gestaltete sich weiterhin ausgeglichen. An Chancen fehlte es beiden Mannschaften nicht, doch Torhüter Markus Arnold, noch sein Gegenüber liessen sich in dieser Phase bezwingen. Mit teils spektakulären Paraden hielten sie ihre Teams vor weiteren Gegentreffern verschont. Der gleichbleibende Spielstand schien den Gästen weniger zu behagen, liessen sie sich doch immer wieder zu Undiszipliniertheiten verleiten. Doch die Urner konnten keinen Profit daraus ziehen, so dass es mit demselben Resultat in die zweite Pause ging.

Grundsätzlich zufrieden mit dem Gezeigten, wollten die Urner nun noch eine Schippe drauf legen und sich bei den angereisten Zuschauern mit einem Sieg bedanken. Doch Limmattal erwies sich weiterhin als sehr hartnäckiger Gegner und stellte die Urner immer wieder vor Probleme. Doch mit gutem Stellungsspiel, vor allem in der eigenen Zone, konnte man die Gäste vom eigenen Tor fernhalten. Die Abschlüsse, welche dann doch zustande kamen, wurden allesamt von Markus Arnold entschärft. Da aber auch der EHC Uri im Abschluss nicht mehr reüssieren konnte, fand man sich zum ersten Mal in dieser Saison in der Verlängerung wieder.

Diese gehörte ausschliesslich den Urnern, doch zahlreiche, hochkarätige Chancen konnten nicht ausgenutzt werden, so dass schlussendlich das Penaltyschiessen über den Sieg entscheiden musste. Nachdem Livio Schuler, Flavio Müller und Simon Tresch für die Urner getroffen haben, stand es auch nach je 5 Schützen unentschieden. So kam es zum entscheidenden Duell, in dem Simon Tresch mit seinem zweiten Treffer zum Matchwinner avancierte und dem Team den zweiten Punkt sicherte.

Dieser Sieg steht im Verdienst der gesamten Mannschaft. Mit viel Kampfgeist und Einsatzwille hielt man den Gegner weg vom eigenen Tor und liess ihn nie entfalten. Dass man nur ein Gegentor zulassen musste, spricht ebenfalls für das Kollektiv. Mit der an Spannung kaum zu überbietenden Partie konnte man wohl kaum ein besseres Spiel für einen Sponsoren- und Gönnerapéro aussuchen. Nun gilt es bereits wieder den Fokus auf das nächste Spiel zu legen, wenn am kommenden Wochenende mit dem EHC Sursee der gegenwärtige Tabellenleader wartet.