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Aufholjagd zu spät gestartet

Segessenmann Michael 20.01.2020

Zum dritten Mal standen sich am vergangenen Wochenende der EHC Uri und die Limmattal Wings gegenüber. Mit je einem Sieg war die Ausgangslage völlig offen und man durfte durchaus mit weiteren Punkten liebäugeln. Durch diverse Absenzen musste Coach André Gnos zwar einige Änderungen in der Aufstellung vornehmen, dies sollte jedoch keinen Einfluss auf die geforderte Spielweise haben.

Die Urner starteten gut in die Partie und kamen bereits in den ersten Einsätzen zu einigen Abschlussgelegenheiten. Leider vergab man in jener Phase zusätzlich noch eine Überzahlmöglichkeit, so dass die Limmattaler die Startphase schadlos überstanden. Nach und nach schlichen sich jedoch vermehrt Fehler ins Spiel der Urner. Mit zunehmender Spieldauer wurde man aus unerklärlichen Gründen immer passiver, was Limmattal ausgezeichnete Torchancen bescherte. Dies resultierte in zwei Toren, so dass der EHC Uri wieder einmal mehr mit einem Rückstand in die erste Pause verschwand. Dieser Umstand zieht sich schon durch die ganze Saison, doch glücklicherweise haben die Urner meist zu ihrem Spiel gefunden und die Spiele recht ausgeglichen gestalten können.

Dies wollte man auch diesmal so machen und im zweiten Drittel entsprechend einen Gang höher schalten. Doch es kam ganz anders. Weiterhin sehr passiv agierend, liess man dem Gegner viel zu viel Platz und war oft nur Zuschauer. Die technisch versierten Gäste bedankten sich und schossen drei weitere Tore zum vorentscheidenden 0:5. Das Spiel schien somit bereits kurz nach Spielmitte entschieden. Doch aus dem Nichts entschieden sich die Urner anscheinend doch auch noch am Spielgeschehen teil zu nehmen. So war es Michael Segessenmann, welcher mit dem Treffer zum 1:5 ein kleines Lebenszeichen gab. Und siehe da, kurz vor der zweiten Pause gelang Livio Schuler auf Zuspiel von Michael Segessenmann gar noch der zweite Treffer.

Ein wenig zuversichtlicher startete man anschliessend in den letzten Abschnitt. Dieser begann mit einem kleinen Dämpfer, als Limmattal den Treffer zum 2:6 bejubeln konnte. Doch der EHC Uri lief nun so richtig warm. Mit zwei schnellen Toren durch Roman Berner (Schuler Livio) und Philipp Vonesch (Simon Tresch, Roman Berner) zum 4:6 war die Partie plötzlich wieder neu lanciert. Die Spielweise wurde ruppiger und Strafen auf beiden Seiten bremsten den Spielfluss zusehends. Leider waren es die Urner, welche in jener Phase Disziplin vermissen liessen und sich so mit einigen unnötigen Strafen den Wind gleich selbst aus den Segeln nahmen. So musste man sich schlussendlich trotz guter Moral mit 4:6 geschlagen geben.

Fazit: Eine völlig unnötige Niederlage. Einmal mehr war man nicht von Anfang an bereit und vergab so die Chance auf Punkte bereits früh. Hier muss der Hebel angesetzt werden, denn es warten noch einige schwere Spiele. Auch wenn man schlussendlich nochmals herankam, darf man sich nicht von der über weite Strecken ungenügende Leistung blenden lassen. Die Disziplinlosigkeit am Schluss war noch das Tüpfelchen auf dem "i". Es gilt dies nun schnellstens zu korrigieren und am kommenden Sonntag gegen Sursee ein anderes Gesicht zu zeigen.