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EHC Uri übersteht 1. Cuprunde

Segessenmann Michael 13.01.2020

Das vergangene Wochenende stand für den EHC Uri ganz im Zeichen des Schweizercups. Seit Einführung dieses Wettbewerbs, steht jährlich mindestens eine Qualifikationsrunde an. Die Losfee meinte es dieses Jahr gut mit den Urnern und teilte ihnen mit dem HC Prättigau-Herrschaft ebenfalls eine Mannschaft aus der 4. Liga zu. Da diese Mannschaft in der Meisterschaft in einer anderen Gruppe spielt, stand man sich zum allerersten Mal gegenüber. Solche Spiele sind immer speziell, da man keine Ahnung hat wie der Gegner spielt, resp. wo seine Stärken/Schwächen liegen. Umso wichtiger ist es, dass man sich auf sein eigenes Spiel konzentriert und von Anfang an bereit ist.

Dies gelang den Urner ausgezeichnet. Mit einer guten Mischung aus Intensität und Cleverness setzte man den Gegner früh unter Druck und konnte so einige Puckeroberungen erzwingen. Mit einem guten Backchecking musste man den Prättigauern nur wenige Chancen zugestehen, welche jedoch allesamt von Torhüter Markus Arnold entschärft wurden. Offensiv konnte man zahlreiche Chancen kreieren, jedoch fehlte zu Beginn noch die notwendige Kaltschnäuzigkeit um das Spiel früh in die gewünschte Richtung zu lenken. Eine unnötige Strafe auf Seiten der Urner ermöglichte den Gästen vor der ersten Pause die Chance zum Führungstreffer. Und tatsächlich fand ein Schuss durch Freund und Feind den Weg ins Urner Gehäuse. So ging man trotz ansehnlicher Leistung mit einem knappen Rückstand in die erste Drittelspause.

Grundsätzlich zufrieden mit dem Gezeigten, verlangte Coach André Gnos im zweiten Drittel vor allem mehr Kreativität um noch mehr Torchancen zu erspielen. Dieses Vorhaben wurde durch eine erneute Strafe gleich zu Beginn des Mittelabschnittes gebremst. Doch es waren die Urner, welche den Gast auch in Unterzahl unter Druck setzten und so die Scheibe erobern konnten. Sergio Poletti war es dann, welcher in jener Phase gar einen Shorthander zum Ausgleich erzielen konnte. Die Urner spielten von nun zielstrebig nach vorne, liessen jedoch zahlreiche Chancen ungenutzt. Zur Spielmitte passte Neuzugang Roman Berner den Puck zum freistehenden Janick Scheiber, welcher problemlos zur erstmaligen Führung einschiessen konnte. Doch damit noch nicht genug. Nach weiteren Chancen schoss Thomas Arnold auf Zuspiel von Ivan Divkovic und Manuel Danioth den Treffer zum 3:1. Mit diesem Resultat verschwanden die Mannschaften anschliessend zur zweiten Pause in die Garderoben.

Mit dem Wissen, dass die Gäste sicherlich nochmals alles versuchen werden, galt nun mit derselben Intensität und Disziplin die letzten 20 Minuten in Angriff zu nehmen. Doch früh konnte man ein kleines Nachlassen ausmachen, welches sofort zu gefährlichen Gegenstössen führte. Glücklicherweise war Markus Arnold stets auf der Höhe und vereitelte diverse Topchancen der Prättigauer. So kam der zweite Treffer von Sergio Poletti 10 Minuten vor Schluss zum vermeintlich vorentscheidenden 4:1 gerade rechtzeitig. Vermeintlich vorentscheidend? Von wegen. Eine erneut unnötige Strafe der Urner ermöglichte den Gästen nochmals Spannung zurück in die Partie zu bringen. Und wie bereits zu Beginn der Partie wurde das Powerplay abermals ausgenützt. Tatsächlich zeigten die Urner nun Neven und spielten bei weitem nicht mehr so sicher wie zuvor. Dies rächte sich, als Prättigau zwei Minuten vor Schluss gar noch zum 4:3 Anschlusstreffer jubeln konnte. Doch glücklicherweise brachte man den Vorsprung über die Zeit, so dass man sich schlussendlich doch noch über den Einzug in die 2. Cuprunde freuen konnte.

Alles in allem zeigte man über weite Strecken eine gute Partie und setzte die Vorgaben vom Coach weitestgehend um. Schade, dass man gegen Spielende den Fokus zwischenzeitlich verlor und so den Gegner nochmals herankommen liess. Diesen Punkt gilt es für die anstehenden Meisterschaftsspiele unbedingt zu verbessern, dann wird sicherlich noch  einiges möglich sein.